Jahrhunderthalle 4.0

Industriekultur neu gedacht

Wie kann die Geschichte der Jahrhunderthalle Bochum mit modernen Technologien neu erlebbar gemacht werden? Das Projekt Jahrhunderthalle 4.0 erforscht genau diese Frage und entwickelt interaktive Erlebnisse mit Virtual und Augmented Reality. Ziel ist es, die Verbindung von Tradition und digitaler Innovation weiter auszubauen und Industriekultur auf eine zeitgemäße Weise zu vermitteln.

Hintergrund

Die Jahrhunderthalle Bochum ist ein zentraler Veranstaltungsort von überregionaler Bedeutung und ein prägendes Wahrzeichen der Stadt. In der eindrucksvollen Industriekulisse finden jährlich zahlreiche  Veranstaltungen mit rund 210.000 Besucher*innen statt.  Die historische, soziale und kulturelle Bedeutung der Jahrhunderthalle Bochum sowie ihre ursprüngliche Funktion als Teil des Bochumer Vereins sind heute kaum noch präsent. Insbesondere  die  Rolle des Standorts  für  die industrielle  Entwicklung Bochums sowie die Lebens- und Arbeitsbedingungen der dort tätigen Menschen sind nicht mehr nachvollziehbar.

Umsetzung

Das hybride Erlebnis- und Informationssystem besteht aus vier Hauptkomponenten: App, multimedialer Vermittlungsort, Webportal und Wissensplattform. Die Wissensplattform bündelt die Ausspielung aller Inhalte und enthält eine strukturierte, erweiterbare Faktenbasis, die mit Medieninhalten (z. B. historischen Fotos oder AR-Erlebnissen) verknüpft ist.

Unabhängig von Ort und Zeit zeigt die App die Entwicklung des Standorts. Ein Stöbermodus bietet Besucher*innen verifizierte und geprüfte Informationen. Eine interaktive Karte ermöglicht die Erkundung des Standorts in verschiedenen Zeitintervallen. Geführte Audioguides sowie multimediale und interaktive Elemente vermitteln Wissen und animieren zur Erkundung des Westparks. Das bestehende Besucherinformationszentrum wird zu einem multimedialen Vermittlungsort weiterentwickelt. Durch die Verbindung eines haptischen Retro-Raumkonzepts mit moderner Medientechnik wird die Geschichte des Ortes anschaulich und interaktiv erfahrbar gemacht. Zusätzlich ermöglicht ein Webportal den Zugang zu ausgewählten Inhalten und der Stöbermodus und lädt dazu ein, sich ortsunabhängig zu informieren oder Inhalte zu vertiefen.

 

 

Zielsetzung

Wie kann die Geschichte der Jahrhunderthalle Bochum mit modernen Technologien neu erlebbar gemacht werden? Das Projekt „Jahrhunderthalle Bochum 4.0“ (JHH 4.0) erforscht diese Frage und entwickelt interaktive Erlebnisse unter Einsatz von Virtual und Augmented Reality. Unabhängig von Zeit und Ort wird ein möglichst barrierearmer Zugang „von der Couch aus“ ebenso wie vor Ort zur Jahrhunderthalle und zu ihrer Geschichte ermöglicht. Mit dem Vorhaben gehen die Projektpartner, die Bochumer Veranstaltungs-GmbH und die netzfactor GmbH, das Thema „hybrider Erlebnisraum“ JHH 4.0 in einem ganzheitlichen, verknüpften Ansatz neu und innovativ an und vermitteln Industriekultur auf zeitgemäße Weise.

Förderung

Das Projekt wurde durch den Europäischen Fond für regionale Entwicklung (EFRE) in dem Zeitraum von 2024 bis 2026 mit einem Gesamtvolumen von rund 1,04 Millionen Euro gefördert. Davon stammen ca. 0,42 Millionen Euro aus dem EFRE und ca. 0,42 Millionen Euro vom Land NRW. Der Eigenanteil in Höhe von rund 0,21 Millionen Euro wird von den beiden Projektpartnern Bochumer Veranstaltungs-GmbH und netzfactor GmbH getragen.

Projekttitel:             Jahrhunderthalle Bochum 4.0

Projektpartner:       netzfactor GmbH und Bochumer Veranstaltungs-GmbH

Projektlaufzeit:       2024–2026

EU-Förderung:        0,42 Millionen Euro (EFRE/JTF NRW)