FESTIVALREDE

Ruhrtriennale 2019

Die diesjährige Festivalrede hält der renommierte Harvard-Professor Homi K. Bhabha zum Thema „Kulturelle Vielfalt und Praktiken von Ausgrenzung und Marginalisierung“. Homi K. Bhabha ist einer der bedeutendsten Denker kultureller Vielfalt und ihrer Praktiken unter Bedingungen von Exil und Migration. Er hat die Theorie des Postkolonialen entscheidend geprägt. In seiner Publikation von 1994 (Location of Culture) legt er Konzepte dar, die immer noch höchst aktuell sind, u.a. entwickelte er die Theorie des „Third Space“ als räumlich konzipierte Zone kultureller Differenz. Der „Third Space“ ist durch Hybridität, Ambivalenz und Kosmopolitismus gekennzeichnet. Er wurde auch Namensgeber des Ruhrtriennale Festivalzentrums seit der Intendanz von Stefanie Carp.
Von Bhabha geprägte theoretische Figuren sind Schlüsselkonzepte aktueller Kulturtheorie. Seine Thesen und Konzepte entfalten ihre Wirkung nicht nur in den Literatur-, Kunst-, Kultur- und Sozialwissenschaften; sie inspirieren auch öffentliche Debatten zur Integrationspolitik und Interkulturalität. Derzeit beschäftigt sich Bhabha insbesondere mit dem Thema Menschenrechte und fokussiert in seiner Festivalrede Praktiken von Ausgrenzung und Marginalisierung.

Infos

  • 12.09.2019
    18:30 Uhr
  • Kultur
  • Kartenpreis: 10,00 €