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Bochumer Veranstaltungs-GmbH übernimmt Jahrhunderthalle Bochum

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Vom Kraftwerk zur KulturKathedrale – die Wandlung der Jahrhunderthalle Bochum von der ehemaligen Gaskraftzentrale des Bochumer Vereins zu einem der bedeutendsten Festspielhäuser der Moderne ist ein Beispiel für die hervorragende Entwicklung von ehrwürdigen Industriebauten zu zukunftsweisenden Landmarken.

Nachdem nun alle Voraussetzungen des Ratsbeschlusses aus dem Jahr 2010 (u.a. Förderung des Anneliese Brost Musikforums in Höhe von insgesamt 9,53 Mio. Euro durch das Land NRW, Ansiedelung der Kultur Ruhr GmbH mit der Ruhrtriennale, Bau des Parkhauses an der Jahrhunderthalle Bochum) erfolgreich umgesetzt sind, wurde heute der notariell beurkundete Kaufvertrag zwischen der NRW.URBAN und der Bochumer Veranstaltungs-GmbH (BoVG) abgeschlossen.

Für die NRW.URBAN unterzeichnete Burkhardt Bahrenberg, Gesamtprojektleiter für die NRW.URBAN GmbH, als Verkäuferin, der „… sich ausdrücklich bei der Stadt und dem Land für die ausgezeichnete Entwicklung des Gesamtareals bedankt …“ und nur mit einem „weinenden Auge“ die Jahrhunderthalle Bochum in andere Hände übergibt, sei doch von ihm viel Herzblut in die Entwicklung des Areals und der Jahrhunderthalle geflossen.

Herzblut, das zu einer hervorragenden Entwicklung geführt hat. Nur Dank der Schaffung der baulichen Grundvoraussetzungen konnte die Bochumer Veranstaltungs-GmbH das Objekt systematisch zu einer Versammlungs- und Kulturstätte mit einem herausragenden Format entwickeln, ist Andreas Kuchajda (Geschäftsführer BoVG) überzeugt. „Ohne die absolut partnerschaftliche Zusammenarbeit zwischen den Gesellschaften, der Stadt Bochum, dem Architekturbüro Petzinka, dem Land und der verschiedenen Gewerke wäre die Jahrhunderthalle Bochum als Denkmal nicht in der heutigen Form nutzbar. Als wir die Jahrhunderthalle mit der Ruhrtriennale Saison 2003 eröffnet haben, sollte die Halle zu einem Leuchtturm der Hochkultur werden. Tatsächlich ist sie mittlerweile in nahezu allen kulturellen Sparten ein Leuchtturm für das gesamte Ruhrgebiet, national und international.“

Dies sieht auch der Aufsichtsratsvorsitzende und Oberbürgermeister der Stadt Bochum, Thomas Eiskirch, so: „Während zunächst große Skepsis in der Verwaltung und Politik vorherrschte, ist die Jahrhunderthalle zu einem Juwel geworden, das für uns einen deutlichen Standortvorteil bedeutet. Dass darüber hinaus das Land und der Regionalverband Ruhr (RVR) sich an der Finanzierung bis 2027 beteiligen, ist ein Glücksfall für die Stadt und Region und wir haben somit auch eine finanziell belastbare Perspektive.“

Bedenken, dass sich die Stadt Bochum mit der Übernahme auf Dauer eine zu hohe Last aufbürdet, sieht Andreas Kuchajda als unbegründet: „Die Jahrhunderthalle Bochum hat seit ihrem Beginn eine enorme Erfolgsbilanz vorzuweisen. Seit 2004 hat sich der Umsatz fast verzehnfacht, sie läuft nahezu unter Vollauslastung und die Besucherzahlen steigen stetig, auf nunmehr über 200.000 Besucher jährlich.“

Und tatsächlich geben sich die Produktionen „die Klinke in die Hand“ und die Jahrhunderthalle Bochum ist auch in den nächsten Monaten ausgebucht.

Dazu tragen die mannigfaltigen Angebote, die die BoVG mit ihrem Team aus professionellen Veranstaltungsmanagern, Technikern und der hauseigenen Gastronomie mittlerweile abdeckt, bei. Diese reichen von der Hochkultur der Ruhrtriennale über Messen und Kongresse bis hin zu Publikumsmagneten wie Urbanatix, dem Historischen Jahrmarkt und dem EisSalon Ruhr, oder Preisverleihungen wie der 1Live-Krone.

Die Jahrhunderthalle – eine KulturKathedrale in Bochum, die Menschen zusammenbringt und gemeinsame Emotionen ermöglicht. Ein Wahrzeichen unserer Stadt und des Ruhrgebietes.